Hagen (NRW) – Was bei den meisten Leuten für glänzende Augen sorgt, ist seinem Fall buchstäblich ins Auge gegangen: Luca I. (31) wurde durch einen Böller schwer verletzt. Und dass ein paar Tage nach dem Jahreswechsel! Zusammen mit seinem Kumpel war Luca auf dem Gehweg vom Hagener Hauptbahnhof in Richtung Altenhagen unterwegs – sie wollten sich eine Pizza holen. Doch plötzlich flog ein Böller aus einer Wohnung und explodierte vor seinem Gesicht. „Ich habe nur noch ein helles Licht gesehen, dann machte es laut peng – ich konnte nichts mehr sehen. Ich lag auf dem Boden und schrie nur noch“, erzählt er im Interview. Sein Kumpel brachte ihn in ein nachgelegenes Krankenhaus – von dort ging es sofort dann in eine Spezialklinik nach Bochum! Ärzte kämpften dort um sein Augenlicht! Kleinste Papierfetzen und Böllerstaub müssten aus beiden Augen entfernt werden. Auch die Verbrennungen im Gesicht mussten von den Ärzten behandelt werden – eine schmerzvolle Zeit, wie er sagt. Nach fünf Tagen Krankenhausaufenthalt durfte Luca wieder nach Hause. Seitdem kämpft er mit den fatalen und sichtbaren Folgen: Luca muss eine Augenklappe tragen – je nach Heilungsprozess kann es mindestens ein halbes Jahr dauern bis er wieder auf sein rechtes Auge wiedersehen kann. Fest steht die Sehkraft des einst kerngesunden Auges hat sich vermindert. Alle zwei Tage muss er zur Kontrolle zum Augenarzt. mehrere Augenmuskeln sind beeinträchtigt: er schielt. Luca gibt nicht auf und hofft bald wieder uneingeschränkt wieder sehen zu können: „Die Ärzte sagen, ich hätte auch blind sein können.“ Eine Woche nach dem schrecklichen Vorfall – geht Luca zur Polizei: „Ich habe bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet – auch wenn die Person es hoffentlich nicht bewusst geworfen hat hoffe ich, dass sich die Person meldet“, so Luca. Aus welcher Wohnung der Böller geflogen ist, weiß er nicht genau – auch sein Kumpel stand so unter Schock, dass er sich zunächst nur um Luca gekümmert hat. Polizeisprecherin Ramona Arnhold: „Wir haben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung – bisher gibt es keine Hinweise aus welcher Wohnung der Knallkörper gezündet wurde und hoffen auf Hinweise von Zeugen.“ Nach den Böller-Werfern wird gefahndet.

 

 

Weiteres Foto- und TV-Material (inkl. OTon Luca I. und Polizeisprecherin) auf Anfrage!