Ein 20 Kilometer langer Stau und zwei weitere Unfälle sind die Folge eines Lkw-Unfalls am Freitag (7.2.2020) auf der Autobahn 45 bei Lüdenscheid. Die Bergungsarbeiten und die Reinigung der Fahrbahn dauern voraussichtlich noch bis Mitternacht. Einige Verkehrsteilnehmer bildeten keine Rettungsgasse und verzögerten die Anfahrt von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Ein 53-jähriger vermutlich übermüdeter Lkw-Fahrer aus Bulgarien verlor gegen 4.30 Uhr in Richtung Dortmund die Kontrolle über seinen mit Käse beladenen Transporter. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte um. Dabei verlor der Lkw seine Ladung – Weichkäse.

Ein 60-jähriger Autofahrer aus Hagen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr bei Dunkelheit in den quer auf der Autobahn liegenden Lkw. Beide Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Weitere Verkehrsteilnehmer versorgten die verunglückten Fahrer.

Nicht nachvollziehbar: Feuerwehr und Rettungsdienst steckten zeitweise im Stau fest, weil mehrere Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse bildeten. Deshalb erneut der dringende Appell der Polizei: Bilden Sie bei einem Stau eine Rettungsgasse, damit die Retter schnellstmöglich die Unfallstelle erreichen und Verletzten helfen können – jede Sekunde zählt.

Der Verkehr in Richtung Dortmund staute sich auf bis zu 20 Kilometer. Die Polizei leitete den Verkehr bei Lüdenscheid-Nord um. Fast neun Stunden war die A45 in Richtung Norden komplett gesperrt. Erst um 14 Uhr konnte eine Spur freigegeben werden. Für die Unfallaufnahme setzte die Polizei auch eine Drohne ein.

In Höhe der Raststätte Sauerland Ost ereignete sich am Mittag im Stau ein weiterer Unfall mit vier beteiligten Pkw. Dabei erlitten drei Insassen teils schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber flog eine Frau in ein Krankenhaus.

Aus einem der Pkw lief ein Mischlingshund davon. Polizisten konnten ihn später an einem anderen Ort einfangen. Sie verständigten den Besitzer, der seinen Hund aus einem Tierheim abholen konnte.

 

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