Ennepetal – Rund 700 Einsatzkräfte von Bundespolizei und Zoll sind am Mittwoch gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. In vier Bundesländern (NRW, Hessen, Bayern, Sachsen-Anhalt) durchsuchten sie 16 Objekte. Ein Schwerpunkt der Durchsuchungen lag in Ennepetal. Im Fokus: ein Textilrecycling-Betrieb und ein Wohnheim unweit der Stadtgrenze zu Hagen.

Sechs deutsche und zwei ukrainische Staatsbürger sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 30 Personen aus der Ukraine, Georgien, Weißrussland und Moldau mit gefälschten rumänischen oder griechischen Identitätsdokumenten ausgestattet haben. Die Eingeschleusten wurden dann illegal in mehreren Unternehmen im Bereich Textilrecycling und auf dem Bau beschäftigt. Die Arbeiter lebten illegal in Wohnheimen.

Ausgangspunkt waren Feststellungen bei Kontrollen. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel, darunter verschiedene Unterlagen und Datenträger sowie gefälschte Ausweisdokumente sicher. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

 

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