Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch Hitzestau im Sommer – Ehefrau im Badezimmer bewusstlos vorgefunden

Blaulicht
// 24. Juli 2019

Kohlenmonoxid-Vergiftungen sind auch eine Gefahr im Sommer. So ist es offenbar auch am Mittwochabend in Hagen-Vorhalle geschehen. Eine Frau war im Badezimmer eines Mehrfamilienhauses kollabiert, der Ehemann erkannte gerade noch rechtzeitig die Situation und verständigte sofort die Feuerwehr. Die mitgeführten Kohlenmonoxid (CO)-Warner der Retter lösten auch direkt aus – an der Therme selbst wurde ein Wert von 1000 ppm gemessen – Warner der Feuerwehr lösen bereits ab 30 ppm aus. Das Haus wurde von der Feuerwehr evakuiert.

Für das Auftreten des CO war sehr wahrscheinlich die Therme im Badezimmer verantwortlich. Die aktuelle Hitze sorgte dafür, dass Abgase nicht vernünftig abgeführt werden konnten. Grund dafür ist ein extremhitzebedingter Abgasrückstau. Und auch wenn die Heizung aus ist, wird die Therme meist in Betrieb gesetzt, um Warmwasser zu erhalten. Die Hitze sorgt dann dafür, dass Abgase nicht vernünftig abgeführt werden können. Neuere Geräte schlagen Alarm, andere Anlage setzen das giftige, geruchlose Gas unkontrolliert frei. Kohlenmoxid-Unfälle treten derzeit immer öfter auf. Ähnliche Einsätze gab es gestern in Dortmund, Recklinghausen, Bochum und Ratingen. 

Das Mehrfamilienhaus wurde komplett durch die Feuerwehr belüftet, bis kein CO mehr nachweisbar war. Der Energieversorger stellte das Gas ab. Beide betroffene Personen aus der Wohnung wurden in ein Krankenhaus gebracht – die Frau musste aufgrund der Schwere der Kohlenmonoxid-Vergiftung am Abend noch mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik mit Druckkammer verlegt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Ursache aufgenommen.

 

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